Der SV Dörfleins hat sich beim Tabellendritten aus Weichendorf ein 2:2-Unentschieden verdient. Der Ausgleich fiel in der 90+8. Spielminute durch einen Handelfmeter.

In der Folge eines vermeidbaren Eckballs war der SV Weichendorf am Sonntagnachmittag beim Spiel gegen den SV Dörfleins früh in Führung gegangen. Max Pfister schraubte sich aus kurzer Distanz im Zentrum nach oben, um den hereinsegelnden Flankenball zum 1:0 zu verwerten (3.). Einen weiteren Kopfballversuch der Hausherren konnte Patrick Eberlein nur drei Minuten später mit einer Art Volleyballreflex noch klären. Erst in Minute 13 hatte auch der SVD zum ersten Mal aussichtsreich abgeschlossen, Paul Niedballas Schuss wurde jedoch ebenfalls pariert. Weil Florian Neuberger in der Folge eines Dörfleinser Eckstoßes vier Minuten später entschlossen auf den zweiten Ball spekulierte, kam Grünweiß trotzdem bald zum 1:1-Ausgleich. Ein Vollspannschuss aus acht Metern konnte von den Weichendorfer Verteidigern nicht geblockt werden. Damit war alles auf Anfang gestellt. Zwischen Minute 27 und 36 konnte sich Patrick Eberlein dann zwei weitere Male auszeichnen, ein dritter SVW-Abschluss landete am Außennetz. Bis zur Halbzeit blieb es aber beim 1:1-Unentschieden.

Nach der viertelstündigen Pause ging es zerfahren weiter. Viele Unterbrechungen prägten jetzt das Spielgeschehen, es deutete sich schon zeitig eine minutenlange Nachspielzeit an. Die erste Torraumszene des zweiten Abschnittes ereignete sich in der 64. Spielminute, als Weichendorf einen weiteren Eckball zugesprochen bekam. Diesmal war es Christopher Safrath, der sich im Zentrum einfach entschlossener im Luftzweikampf zeigte, um die Hausherren im Zuge dessen erneut in Führung zu köpfen. Das Gegentor glich einer Kopie vom 1:0 und erzürnte daher nicht nur Spielertrainer Pascal Seidelmann. Dörfleins musste nun also erneut gegen einen Rückstand anlaufen, tat das aber willensstark und kämpferisch aufopferungsvoll. Weiterhin ereigneten sich jedoch minutenlange Unterbrechungen, durch die es kaum möglich gewesen war, eine Art Drangphase zu initiieren. Bis in die Nachspielzeit hinein gelang es keiner der beiden Mannschaften, noch einmal zwingend vor das gegnerische Tor zu kommen. In der 90+6. Minute ereignete sich sodann jedoch der Aufreger des Spiels. Der Unparteiische hatte ein strafbares Handspiel eines Weichendorfer Verteidigers im eigenen Sechzehner gesehen und in der Folge auf Elfmeter für Dörfleins entschieden. Anhand der Art und Weise, wie dieses Handspiel zustande gekommen ist, darf man aus neutraler Sicht zumindest Zweifel an diesem Pfiff hegen – dem SVD war das natürlich egal. Ramon Ofen nahm den Druck in der 90+8. Minute nach vielen Diskussionen sodann auf sich. Sein Abschluss landete äußerst souverän im linken Toreck, was Dörfleins einen ganz späten Punkt beim Tabellendritten in Weichendorf sicherte. Kurz darauf war nämlich Schluss.