Eine herbe Niederlage gegen den RSC Oberhaid hat dem SV Dörfleins 2 den Fußballnachmittag am Sonntag grundlegend verdorben. In einem desaströsen Spiel musste man sich am Ende mit 0:6 (0:2) geschlagen geben.
Nach zuletzt zwei moralisch eindrucksvollen Ligaspielen hatte sich der SV Dörfleins 2 am Weißen Sonntag zuhause gegen den RSC Oberhaid viel vorgenommen. Das Duell zwischen den beiden Tabellennachbarn versprach im Vorfeld einen ausgeglichenen Spielverlauf, da sich die Zahlen beider Mannschaften in der bisherigen Saison durchaus ähnelten – es sollte aber anders kommen. Von Beginn an hatten die Oberhaider an diesem Tag mehr vom Spiel, bereits nach vier Minuten hätte ein erster gefährlicher Abschluss zur Gäste-Führung führen können. Rund um die Viertelstundenmarke erhöhte der RSC die Schlagzahl, sodass Niklas Gasseter im Dörfleinser Tor mehrfach zu Rettungstaten gezwungen war. In der 18. Minute hatte er beim zentralen Schuss von Leif Hofmann aus rund acht Metern allerdings keine Chance – Oberhaid erzielte die zu diesem Zeitpunkt bereits verdiente Führung. Auch danach fand der SVD2 kaum Bezug zum Spiel. Tobias Datscheg hatte mit einem vergebenen Freistoß noch die beste Gelegenheit auf einen Ausgleich vergeben (26.), ansonsten machte weiterhin nur der RSC von sich reden. Nach einem Foulspiel von Michael Neundorfer bekam Oberhaid in der 31. Spielminute einen berechtigten Strafstoß zugesprochen, den Tom Schneider in der Folge allerdings links vorbeischoss (32.). Von dieser Szene ein wenig wachgerüttelt, begann nun die beste Phase der Hausherren in diesem Spiel. Endlich war es mal gelungen, den Gegner über mehrere Minuten weitestgehend vom eigenen Kasten fernzuhalten, dennoch fehlte es weiterhin an Substanz in der gegnerischen Hälfte. Wieder war es ein Freistoß von Tobias Datscheg, der sein Ziel in der 42. Spielminute um Haaresbreite verfehlte. Stattdessen gelang den Oberhaidern noch vor der Halbzeit der zweite Schlag: Ein vermeidbarer Eckball flog den Dörfleinsern hierbei um die Ohren. Stephan Körber schraubte sich im Zentrum freistehend höher als alle anderen und vollstreckte mittels Kopfball zum 0:2-Pausenstand (45.).

Wer nach dem Seitenwechsel auf ein Dörfleinser Comeback gehofft hatte, musste sich spätestens in der 48. Minute getäuscht sehen, als der RSC bereits die Vorentscheidung herbeiführte. Daniel Stark stand nach einem Flankenball am zweiten Pfosten bereit, um konsequent zum 0:3 einzuschieben. Wieder waren die Räume in dieser Szene unheimlich groß gewesen, sodass der Torschuss des zuvor erst eingewechselten Schützen ohne Gegenwehr abgegeben werden konnte. Für Dörfleins 2 begann jetzt eine schwierige Phase, denn in den Köpfen machte sich Ernüchterung breit. Der linke Torpfosten verhinderte in der 50. Minute, dass der RSC unmittelbar das 0:4 nachlegen sollte. Und dennoch fiel der nächste Gegentreffer nur fünf Minuten später: Diesmal genügte ein langer Ball nach vorne, um Philipp Stark in ein entscheidendes Eins-gegen-Eins-Duell gegen Niklas Gasseter zu schicken, aus dem der Angreifer schlussendlich als Sieger hervorgehen sollte. Vier Minuten später verlor Dominik Kunze den Ball nach einem Stockfehler in der eigenen Abwehrreihe, was das nächste direkte Stürmer-Torwart-Duell zur Folge hatte. Diesmal aber konnte Niklas Gasseter den Einschlag verhindern. Dem Dörfleinser Schlussmann war im Allgemeinen wenig vorzuwerfen gewesen an diesem Nachmittag. Mit zahlreichen Paraden verhinderte er, dass es nicht noch deftiger für den SVD2 werden sollte. Noch immer war eine Menge Zeit auf der Uhr. In der 63. Minute bescherte dem RSC ein zu kurzer Rückpass von Andreas Pflaum die nächste Großchance, auch hier war Niklas Gasseter gerade noch zur Stelle gewesen. Zwei Minuten später verhinderte der SVD-Schlussmann ein unglückliches Eigentor, Andreas Pflaum musste einen Nachschuss mit dem Kopf noch von der eigenen Linie kratzen. In der 71. Minute jubelte Oberhaid dann aber erneut: Stephan Körber erzielte aus rund 20 Metern Torentfernung das 0:5 für den RSC – und nochmal acht Minuten später machte Tom Schneider das halbe Dutzend schließlich gar perfekt. Ein erfolgreiches intuitives Rauslaufen von Niklas Gasseter verhinderte in der 81. Minute noch das 0:7, zehn Minuten war das Spiel dann endlich überstanden.
